Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Die spinnen, die Raupen – Teil 2

| 8 Kommentare

Erinnert ihr euch an die eingesponnenen Büsche im Frühjahr? Im April/Mai konnte man sie überall sehen. Wir haben so einen Strauch auf dem Weg zum Einkaufen entdeckt und euch gezeigt: Die spinnen, die Raupen. Da hatten die Gespinstmottenraupen ihn bereits komplett kahl gefressen. Lina hat sich Sorgen um den Strauch gemacht. Doch dann haben wir gelesen, dass es den Bäumen und Sträuchern nichts ausmacht, wenn die Raupen sie kahl fressen. Aber stimmt das wirklich?

Wie geht es dem kahlen Strauch?

Wir gehen nicht immer den selben Weg zum Einkaufen. Deshalb kommen wir auch nicht so oft an diesem Strauch vorbei. Doch ab und zu sind Lina die Raupen wieder eingefallen. Dann wollte sie unbedingt schauen, ob immer noch so viele Rauben an ihm hängen. So sind wir das erste Mal Ende Mai wieder zu dem Raupenstrauch gegangen. Da sah er so aus.

Strauch mit dem Gespinst einer Gespinstmotte.

So sah der Raupenstrauch Ende Mai aus.

Da sah er noch ganz schön kahl aus, oder? Doch wir haben noch ein Foto aus der Nähe aufgenommen.

Der Strauch, an dem die Raupen der Gespinnstmotte gefressen haben, treibt wieder aus.

Der Strauch treibt wieder aus.

Nun sieht man, Raupen waren keine mehr da, aber schon Ende Mai wuchsen dem Strauch wieder ein paar Blättchen.

Keine Raupen mehr, aber ein paar neue Triebe sind zu sehen.

Keine Raupen mehr, aber ein paar neue Triebe.

Kürzlich waren wir wieder bei dem Strauch. Schaut, so sieht er nun aus:

Der Raupenstrauch erholt sich wieder.

Der Raupenstrauch erholt sich wieder.

Er ist wieder richtig grün geworden.

Der Raupenstrauch ohne Raupen.

Der Raupenstrauch ohne Raupen.

Und inzwischen haben wir auch eine Ahnung, um was für einen Strauch es sich handelt. Denn wir haben ganz in seiner Nähe einen Pfeifenstrauch gesehen. Der Pfeifenstrauch wird auch häufig Europäischer Jasmin oder Bauernjasmin genannt. Das Foto dieses Pfeifenstrauchs ist auch Ende Mai entstanden.

Der Europäische Jasmin oder Pfeifenstrauch hat hübsche weiße Blüten.

Der Europäische Jasmin oder Pfeifenstrauch hat hübsche weiße Blüten.

Die Form der Blätter dieser beiden Sträucher ist doch sehr ähnlich, oder? Es könnte also ein Pfeifenstrauch sein, über den die Raupen hergefallen sind. Pfeifensträucher werden zwar selten von Gespinnstmottenraupen befallen, ab und zu kommt es aber vor.

Aber um diese Frage zu klären, müssen wir wohl noch ein bisschen warten.

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Was machen Bienen eigentlich im Winter? (*)

Buchcover des Buchs "Was machen Bienen eigentlich im Winter?". Es ist ein Buch aus der Reihe "Erwin, Lina und die Wunder der Welt".
Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin, das Büchermännchen, ist für sie vom Herbst in den Sommer geflogen, um herauszufinden, was Bienen im Winter machen. Dabei hat Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere getroffen. Gemeinsam mit ihnen konnte er für Lina so manches Bienengeheimnis lüften.

Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

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ISBN: 9783000557255

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Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel

(*) In einer Handvoll gutem Boden, leben mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt, sagt Erwin. Lina kann es kaum glauben. Ob das wohl stimmt? Klar stimmt das und Erwin kann es beweisen. Er besucht für Lina die geheimnisvolle Welt des Bodens und spürt all die Lebewesen auf, die dort ihr Zuhause haben.

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Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783981875317

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8 Kommentare

  1. Liebe Silke,
    diese Raupen kenne ich schon. Von ihnen befallene Sträucher könnten auch gut als Kulisse in einem Horrorfilm dienen.
    Gut, dass der Strauch sich wieder erholt hat.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  2. ja..
    die Natur hilft sich meist selbst
    wenn man sie in Ruhe machen lässt ;)
    liebe Grüße
    Rosi

  3. Solche Gespinstmotten hatten sich auch mal bei mir in der Nähe breit gemacht. Ich war damals auch erstaunt, wie schnell sich die Sträucher erholten und wieder grün geworden waren – unser Natur ist schon toll

    lg gabi

    • Toll, nicht? Manchmal muss man die Natur einfach machen lassen. Wenn wir nicht immer und überall eingreifen, läuft das schon von ganz alleine :)
      Liebe Grüße
      Silke

  4. Diese Raupen sind wirklich eklig! Die schaden der Pflanze nicht, aber dafür kann es gut vorkommen, dass die Ernte ausfällt. Ich habe in unserer Traubenkirsche ein kleines Nest im Frühling entdeckt und entfernt. Trotzdem sind diese kleinen, weißen Falter im Juni herumgeschwirrt. Ich hoffe auf wenige Raupen nächstes Jahr…
    Viele Grüße, Izabella

    • Liebe Izabella, schön ist es natürlich nicht, wenn ein Strauch oder Baum befallen ist. Aber manches für uns unagenehme hat auch sein Gutes. Über die Raupen und Falter freuen sich die Vögel und Fledermäuse. Und wenn bei uns im Garten ein Jahr mal die (Apfel)Ernte ausfällt, können wir das doch meist auch verschmerzen. Ist es nicht wunderschön, welche Worte Antoine de Saint-Exupéry dem Kleinen Prinzen in den Mund gelegt hat: „Ich muss wohl zwei oder drei Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennenlernen will.“
      Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende
      Silke

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