Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Am seidenen Faden

| 8 Kommentare

Habt ihr auch Kreuzspinnen in euren Fensterecken sitzen? Bei uns gibt es einige. Eine Gartenkreuzspinne saß schön fotogen in unserer Yucca. Lina hat sich natürlich gegruselt, denn sie mag Spinnen nicht besonders. „Brr“, hat sie gesagt und einen großen Bogen um die Spinne gemacht. Doch als sie gehört hat, was Spinnenseide alles kann, hat sie doch gestaunt. Und die Fotos hat sie sich natürlich auch angeguckt!

Eine Gartenkreuzspinne in ihrem Netz.

Auf dem Bild kannst du das Kreuz sehr schön erkennen. Es gibt der Spinne ihren Namen. Es besteht aus vier Strichen und einem Punkt in der Mitte.

Meistens hat uns die Gartenkreuzspinne allerdings ihren Bauch gezeigt.

Die Gartenkreuzspinne zeigt uns ihren Bauch.

Wenn sie sich denn überhaupt gezeigt hat. Sehr oft hat sie sich versteckt. Schau, wo sie sitzt.

Die Gartenkreuzspinne hat sich unter einem Yuccablatt versteckt.

Sie hat sich unter einem Yuccablatt versteckt. Und siehst du, was sie mit ihrem Bein macht? Sie streckt es aus und berührt damit einen Spinnfaden.

Die Spinne berührt einen Spinnfaden mit zwei Widerhaken.

Genau genommen zieht sie ein wenig an dem Faden. Sie hat nämlich zwei kleine Häkchen an ihrem Bein, mit denen sie den Faden unterhakt. Du kannst es dir genau anschauen, wenn du das Bild vergrößerst.

Auf diese Weise nimmt die Spinne wahr, wenn sich ein Tier in ihrem Netz verfangen hat. Überhaupt hören Spinnen mit den Beinen. Sie haben sehr feine Härchen an den Beinen und Spaltöffnungen in der Nähe ihrer Gelenke. Damit nehmen sie feinste Schwingungen wahr. – Auch die Schwingungen, die der Schall erzeugt. So hören sie.

Was Teddy weiß ‒ So leben Gartenkreuzspinnen

Gartenkreuzspinnen gehören zu den Radnetzspinnen. Bestimmt hast du ihr Netz schon einmal gesehen. Es kann bis zu 50 Zentimeter groß sein und ist sehr regelmäßig aufgebaut.

Die Gartenkreuzspinne ist bei uns die häufigste und die bekannteste Spinnenart. Das Weibchen wird bis zu 18 Millimeter groß, das Männchen ist mit bis zu zehn Millimetern deutlich kleiner als das Weibchen. Jetzt, um diese Jahreszeit, also im September/Oktober spinnen die Weibchen Kokons, in die sie ihre Eier ablegen. Dann stirbt das Weibchen.

Die Eier überwintern im Kokon und die Jungtiere schlüpfen im April/Mai des folgenden Jahres. Über das Jahr bilden die Jungtiere eine Zwischengeneration, die noch einmal überwintert. Dafür suchen sie sich einen geschützten Platz. Das können zum Beispiel hohle Pflanzenstängel oder Bodenspalten sein. Erst im darauffolgenden Jahr sind die Gartenkreuzspinnen geschlechtsreif. Die Paarungszeit ist im August.

Spinnen gehören nicht zu den Insekten, sie gehören zu den Spinnentieren. Dass Spinnen keine Insekten sind, kannst du zum Beispiel an der Anzahl ihrer Beine erkennen. Alle Insekten haben sechs Beine, Spinnen dagegen haben acht Beine.

Spinnen sind übrigens sehr nützliche Tiere. Sie fangen so manche Mücke oder Fliege. Gartenkreuzspinnen legen sich sogar mit Hornissen an. Die Jungspinnen sind zu klein, um Fliegen oder Mücken zu fangen. Sie ernähren sich vorwiegend von Blattläusen.

Gartenkreuzspinnen kommen übrigens nicht ins Haus, denn sie suchen nicht die warme, trockene Luft in geschlossenen Räumen.

Nächste Woche zeigen wir euch, wie Gartenkreuzspinnen ihr gleichmäßiges Netz spinnen. Und wusstest du, dass sich sogar Wissenschaftler für Spinnenseide interessieren? Spinnenseide ist nämlich besonders stark und ein hervorragender Werkstoff!

Hier geht es weiter: Am seidenen Faden ‒ Wie ein Spinnennetz entsteht.

Kennt ihr Linas Bücher?

Was machen Bienen eigentlich im Winter?


Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin ist für sie in den Sommer geflogen und hat einige dieser pelzigen Tierchen ausfindig gemacht. Wolfram Wollbiene zum Beispiel. Aber auch Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und, und, und. Mit deren Hilfe konnte er für Lina so manches Bienengeheimnis lüften. Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783000557255

Hier findest du eine Leseprobe von Was machen Bienen eigentlich im Winter?

Hier geht’s zu den Bienen im Shop

Lina und der Albatros


Lina liebt Tiere, und sie liebt alles, was mit dem weiten Meer zu tun hat. Wellen, planschen, wenn das Wasser salzig schmeckt … Tiere, die ihre Vorliebe teilen, findet sie natürlich spannend. Fische zum Beispiel und neuerdings auch Albatrosse. Wusstest du, dass Albatrosse ihr ganzes Leben über den Ozean streifen, größer sind als Lina selbst und älter werden können als ihre Oma noch lange nicht ist?

Mit Erwins Hilfe lernt Lina die Albatrosküken Albi und Klara kennen. Albi ist Hauptvogel in ihrem Buch. Hauptvogel ist so etwas wie Hauptperson, nur für Vögel eben, sagt Erwin. Und Klara ist Albis Freundin. Mit Witz und Freude hilft Robert – Linas Tagespapa – Lina dabei, den ganzen Rest zu verstehen. Wie immer können alle Kinder mitmachen, selbst ausprobieren und genauso staunen wie Lina.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre.
ISBN: 9783981875300

Hier findest du eine Leseprobe von Lina und der Albatros.

Hier geht’s zu den Albatrossen im Shop

Die Bücher gibt es als Hardcover im Shop oder bei mir direkt (info@miteinander-buecher.de). Als Taschenbuch oder eBook sind sie bei Amazon erhältlich (einfach auf die Cover klicken).

Selbstverständlich kann auch jeder Buchhändler die Hardcover-Bücher für euch bestellen. Sie sind gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Wir sind wieder verlinkt: Der Natur-Donnerstag, Naturkinder, Froh und Kreativ, Pünktchen und Viktoria, Freutag, Berlinmittemom und Karminrot, Ein Fachwerkhaus im Grünen, Sonntagsglück und Geborgen Wachsen.

8 Kommentare

  1. Liebe Silke,
    Gartenkreuzspinnen haben wir immer recht viele im Garten und wir müssen aufpassen, dass wir nicht aus versehen in ihre Netze laufen. Im Garten dürfen sie sich gerne aufhalten, im Haus mag ich Spinnen nicht so sehr, da ist wohl diese unerklärliche Urangst in mir. Oder weißt Du woher diese Angst kommt?
    Dass Spinnen mit den Beinen hören wusste ich nicht.
    Wieder ein sehr schöner Artikel.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Lieber Wolfgang,
      ja, sie spinnen im Moment überall ihr Rad. Woher unserer Angst vor Spinnen kommt, ist immer noch nicht bekannt. Was man allerdings weiß, sie ist in vielen Regionen und Kulturkreisen der Welt verbreitet. Allerdings nicht in allen. Mancherorts werden Spinnen auch verehrt oder verzehrt ;)
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
      Silke

  2. Ein toller Beitrag mit wundervollen Bildern ! Besonders gefällt mir immer wieder, wie gut Sie die Bilder in Text einbinden. :)

  3. Interessanter Beitrag, auch wenn ich Spinnenbeine irgendwie immer etwas gruselig finde. So vergrößert ist das aber schon mal spannend.

    Danke und liebe Grüße 💚💚
    Monika

    • Das geht mir auch nicht anders. Trotzdem finde ich Spinnen auch irgendwie spannend. Und wir müssen ja auch nicht alle Lebewesen hübsch finden. Trotzdem haben alle ihren Platz auf unserem Planeten – und in unseren Fensterecken ;)
      Dir auch einen lieben Gruß
      Silke

  4. Das sind wieder einmal ganz tolle Fotos. Die Spinnenseide hat man früher benutzt, um sie als Fadenkreuz auf Mikroskope zu legen. Ich teile wieder gerne auf FB.
    LG Elke

    • Oh, danke für die Info :) Das wusste ich nicht, das mit den Mikroskopen. Da schaue ich doch gleich mal nach, ob ich darübr etwas finde.
      Einen lieben Gruß
      Silke

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: