Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Warum Blüten Nektar machen

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Erinnerst du dich, Linas Mama hat Pappel- und Weidenzweige mitgebracht. Die Zweige haben Lina und Mama zu Hause in die Vase gestellt. Sie wollten schauen, ob sich Blüten und Blätter bilden. Mama hat Lina erklärt, dass die Blüten von Pappeln und Weiden Kätzchen genannte werden. Du kannst es nachlesen im Beitrag Viele Kätzchen an einem Zweig. Lina weiß jetzt auch, dass Pappeln und Weiden entweder nur männliche Blüten oder nur weibliche Blüten an einem Baum tragen. Und sie weiß, dass beide Blüten Nektar herstellen. Doch warum machen Blüten eigentlich Nektar?

Was Teddy weiß – Nektar ist nur ein Trick

Teddy weiß, dass Pflanzen Energie aufwenden müssen, um Nektar herzustellen. Energie, die ihnen nachher vielleicht im harten Überlebenskampf in der Natur fehlt. Also muss es einen Grund dafür geben, dass Pflanzen diese Mühsal auf sich nehmen. Doch welcher ist das? Weißt du es? Und was ist Nektar überhaupt?

Nektar ist ein süßer Saft, den viele Insekten lieben. Vor allem Bienen, Schmetterlinge, Wespen und noch einige andere. Sie ernähren sich davon. Für die Planzen ist das gut, denn sie proitieren vom Besuch der Insekten. Doch warum ist das so?

Wenn eine Blüte verblüht, ist ihr Leben oft noch nicht zu Ende. Es fängt gerade erst an. Denn nach dem Verblühen entwickeln sich Samen. Die Samen sind häufig in Früchten enthalten. Die Früchte wachsen bis sie reif sind, vertrocknen und die Samen können herausfallen. Aus ihnen wachsen dann wieder neue Pflanzen. Viele Pflanzen vermehren sich auf diese Weise. Und das Prinzip, wie sich Früchte und Samen bilden, ist immer ähnlich.

Einige dieser Früchte, die sich nach dem Verblühen einer Blüte bilden, können wir essen. Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Johannisbeeren zum Beispiel, oder Nüsse und noch viele andere. Doch es gibt natürlich auch Früchte, die für uns ungenießbar sind oder sogar giftig. Das heißt aber nicht, dass sie für Tiere auch giftig sind. Eigentlich werden alle Früchte und auch die Samen von irgendjemandem gemocht und verspeist.

Doch bei all dem gibt es einen Haken. Früchte können sich nur dann bilden, wenn die Blüten vorher befruchtet wurden. Dafür brauchen Pflanzen einen Partner. Doch wie sollen sie einen geeigneten Partner finden? Schließlich sind sie festgewachsen und können nicht durch die Gegend laufen. Also brauchen sie jemanden, der ihnen hilft. Um diesen Jemand zu finden, wenden sie einen Trick an. Sie locken Insekten zu sich, indem sie ihnen Nahrung anbieten, den Nektar.

Wie Bienen an den Nektar gelangen

Hier siehst du Teddy mit einer Blütenskizze.

Der Nektar befindet sich auf dem Blütenboden. Wenn zum Beispiel Bienen auf der Suche nach Nektar eine Blüte besuchen, müssen sie tief in die Blütenkelche hineinkriechen. So kommen sie an den Staubblättern der Blüte vorbei. Weil an den Staubblättern der Pollen hängt, sagen wir auch häufig Pollensäckchen dazu.

Doch im Blüteneingang ist es eng und Bienen haben meistens einen Pelz an und Haare an den Beinen. Daran bleibt immer ein Teil des Pollens hängen. Beladen mit Pollen, geht es ab zur nächsten Blüte. Auch dort holen sie Pollen ab. Allerdings verlieren sie hier auch einen Teil des Pollens, den sie vorher gesammelt haben. Denn die Bienen müssen bei jedem Blütenbesuch auch am klebrigen Fruchtblatt mit seiner Narbe in der Mitte der Blüte vorbei. Hier bleibt dann wieder ein Teil des Pollens hängen.

In dem Fruchtblatt sind die Anlagen für den Samen enthalten. Gelangt der Pollen über die Narbe in das Fruchtblatt hinein, wird die Blüte befruchtet und es können sich Samen bilden. Wir sagen auch, die Blüte wird bestäubt. Schließlich ist Pollen ganz feiner Blütenstaub.

Ein Ausmalbild für dich

Wenn du möchtest, kannst du dir deine eigene Blüte ausmalen. Dabei kannst du auch gleich die Schildchen ausschneiden und an die richtige Stelle kleben:

Male Teddy und die Blüte in deinen Farben aus.

Aber was heißt das eigentlich, wenn Linas Mama sagt, dass Pappeln und Weiden entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten an einem Baum tragen? Gibt es auch noch andere Blüten? Und wo entstehen dann die Samen?

Hier geht es weiter: Zwei Häuser an einem Baum?

Was machen Bienen eigentlich im Winter?

Erwin ist mal wieder für Lina unterwegs gewesen. Er musste Bienen ausfindig machen. Bei Lina war es nämlich schon Herbst geworden und alle Bienen waren verschwunden. Warum? Und was machen Bienen eigentlich im Winter?, hat Lina sich gefragt. Für Erwin hieß das: Ab in den Sommer, Bienen suchen. Kaum im Sommer angekommen, musste er auch schon die erste knifflige Situation meistern. Doch Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere haben Erwin geholfen. Und so konnt er für Lina so manches Bienengeheimnis lüften.

Wenn ihr wissen möchtet, wie ihr unsere gefährdeten Wildbienen unterstützen könnt, wie sie leben, wie ihr ihnen Nisthilfen bauen könnt, wie Honigbienen sich verständigen und was Bienen eigentlich im Winter machen, Antworten dazu findet ihr in Linas Buch Was wachen Bienen eigentlich im Winter? Der Klick auf den Link läd eine Leseprobe herunter.

Was machen Bienen eigentlich im Winter? ist ein Buch aus der Reihe Erwin, Lina und die Wunder der Welt. Es ist als Taschenbuch bei Amazon erhältlich. Als gebundenes Buch ist es gelistet im Verzeichnis Lieferbarer Bücher. So kann es jeder Buchhändler für euch bestellen. Außerdem erhaltet ihr es auch über mich. Schreibt mir eine E-Mail an info(ät)miteinander-buecher.de. Das Hardcover-Buch kostete 10,95 Euro. Ihr dürft euch natürlich auch eine Widmung wünschen.

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2 Kommentare

  1. Das ist wieder super erklärt und dazu noch ein Ausmalbild, klasse.
    Vielen Dank für den Link!
    LG Elke

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