Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Eine Biene, so rot wie Blut

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Die Bienen sind wieder los. Es summt und brummt überall. Und da es in Linas Garten jede Menge Sand gibt, bauen sie sich dort auch fleißig ihre Nester. Lina ist begeistert. Sie kriecht und hockt den ganzen Tag auf dem Boden herum, um neue Bienen zu entdecken. Zwischendurch sammelt sie Steine, schaufelt Sand oder spielt mit Teddy. Bei Steinesammeln hat sie nun eine Biene entdeckt, die so rot war wie Blut.

Die Blutbiene Sphecodes albilabris.

Eine Blutbiene Sphecodes albilabris auf der Suche nach ihren Wirtsnestern.

Die kleine Blutbiene sucht ein Nest


Die Biene war etwas mehr als einen Zentimeter groß und hatte einen fast vollständig roten Hinterleib. Der Hinterleib einer Biene heißt übrigens Abdomen. Deshalb deutet auch vieles darauf hin, dass es sich um die Blutbiene Sphecodes albilabris handelt. Denn nur die haben diesen Körperbau und ein so rotes Abdomen.

Leider ist die Biene gleich ein Stück weiter geflogen. Deshalb ist das Foto etwas unscharf geworden. Sie war nämlich ständig in Bewegung. Dabei flog sie aber nicht von Blüte zu Blüte, sondern sie flog über einem kleinen Sandhaufen hin und her. Was mag sie dort wohl gesucht haben? Weißt du es?

Blutbienen sind Schmarotzerbienen. Wir sagen auch Kuckucksbienen. Und was macht ein Kuckuck? Richtig! Er legt seine Eier in fremde Nester. Und genau das macht die kleine Sphecodes albilabris auch. Sie sucht die Nester ihrer Wirtsbiene und legt ihre Eier auf den Pollen, den ihre Wirtin gesucht hat. Schau, hier hat sie ein Nest gefunden.

Die Blutbiene Sphecodes albilabris untersucht hier ein Nest.

Nur noch ihr Hinterleib schaut aus dem Nest heraus. Es sieht also so aus, als sei diese Blutbiene ein Weibchen. Darauf deutet auch die schwarze Spitze an ihrem Hinterleib hin. Das Abdomen der Männchen ist vollständig rot. Außerdem haben die Männchen einen grau behaarten Kopf. Weibchen haben nur ein leicht graues Querband auf der Stirn. Doch das kann man von hinten natürlich nicht sehen. Bis auf den roten Hinterleib sieht an dieser Biene alles schwarz aus.

Hier hat die kleine Blutbiene eine kurze Pause gemacht.

Die Blutbiene Sphecodes albilabris macht eine kurze Pause.

Die Blutbiene Sphecodes albilabris heißt übrigens im Volksmund Auen-Buckelbiene oder Auen-Blutbiene.

Mehr über Kuckucksbienen erfährst du im Beitrag Ein Kuckuck im Bienennest. Mehr über die Blutbiene Sphecodes albilabris erfährst du auf der Seite Wildbienen-Info.

Doch wie leben eigentlich Wildbienen?

Das und vieles mehr erfährst du in …

Was machen Bienen eigentlich im Winter?

Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin, das Büchermännchen, ist für sie vom Herbst in den Sommer geflogen, um herauszufinden, was Bienen im Winter machen. Dabei hat er einige dieser pelzigen Tierchen getroffen. Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere haben ihm geholfen, für Lina so manches Bienengeheimnis zu lüften. Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

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Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel

In einer Handvoll gutem Gartenboden, leben mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt, sagt Erwin. Lina kann es kaum glauben. Ob das wohl stimmt? Klar stimmt das und Erwin kann es beweisen. Er besucht für Lina die geheimnisvolle Welt des Bodens und spürt all die Lebewesen auf, die dort ihr Zuhause haben.

Kaum dort angekommen, weckt er die schnarchende Zwiebel aus ihrem Sommerschlaf und wird Zeuge eines unerhörten Vorfalls. Und auch sonst hält das unterirdische Reich des Reginald Regenwurm so manche Überraschung für Erwin und Lina bereit. Von Frau Tulipa, Frederike Springschwanz, der Asselbande und vielen anderen erfährt Lina, dass dort unten jedes noch so kleine Lebewesen ein wichtiges Teil einer großen Gemeinschaft ist.

Natürlich hat Lina auch wieder vieles selbst ausprobiert. Sie hat gepflanzt, gegossen und die fleißigen Bodentierchen bei der Arbeit beobachtet. Du kannst wie immer mitmachen.

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2 Kommentare

  1. Liebe Silke,
    ich muss ehrlich gestehen, diese Biene hätte ich nicht als solche erkannt. Wieder was gelernt.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Lieber Wolfgang,
      ich habe die Blutbiene vorher auch noch nie in der Natur gesehen. Ich schaue mich aber inzwischen mit dem „Wildbienen-Auge“ in der Natur um. Und es ist erstaunlich, was man dabei alles entdeckt. Es gibt so viele Wildbienen bei uns. Fast 600. Und viele davon sind so klein wie Ameisen. Diese Blutbiene gehört allerdings zu den größeren Bienen – wenn sie auch bei weitem nicht so groß ist wie eine Honigbiene.
      Dir auch eine schöne Woche mit viel Sonnenschein.
      Liebe Grüße
      Silke

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