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Natur erklärt für Kinder

Reginald Regenwurm - der coolste Wurm von allen

Reginald Regenwurm – der coolste Wurm von allen

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Im letzten Beitrag hatten wir dir Reginald Regenwurm vorgestellt, den coolsten Wurm von allen. Wenn du den Beitrag gelesen hast, weißt du schon, dass wir Menschen ohne Reginald und seine vielen Freunde nichts zu essen hätten: Reginald Regenwurm und seine Freunde. Heute wollen wir dir zeigen, wie Reginald lebt, warum er seine Freunde braucht und wie sie alle zusammen fruchtbaren Boden für uns machen. Hier kannst du dir schon einmal ein paar Bodenlebewesen anschauen:

Reginald Regenwurm, der coolste Wurm von allen.

Kleintiere im Boden.

Um die Kleintiere im Boden sehen zu können, brauchst du sehr scharfe Augen. Noch besser ist, du hast eine Lupe dabei. Wir haben eine mitgebracht, und so kannst du die Springschwänze, die Fliegenlarve, die Milben und den Gliederfüßer ganz gut erkennen. Reginald ist froh, dass er so tolle Freunde hat. Doch wie lebt Reginald Regenwurm eigentlich und was machen seine Freunde?

Was Teddy weiß – So leben Regenwürmer

Regenwürmer gehören zu den stärksten Tieren der Welt. Denn verglichen mit ihrer Körpergröße, können sie einiges stemmen. Sie leben im Boden, wühlen sich tagaus tagein durch die Erde und legen dabei lange Gänge an. Wenn der Boden nicht zu fest ist, schieben sie ihn dabei einfach zur Seite. Dafür brauchen sie ganz schön viel Kraft. Doch auch der stärkste Wurm ist manchmal nicht mehr stark genug. Ist der Boden fest, kann selbst ein Regenwurm ihn nicht mehr bei Seite schieben. Dann fressen sich Regenwürmer in den Boden hinein.

So haben Regenwürmer auch immer jede Menge Erde in ihrem Magen. Dort mischt sich die Erde dann mit den anderen Sachen, die sie fressen. Weißt du, was das ist? Genau, abgestorbene Teile von Pflanzen: alte Blätter, Gräser, Stängel, abgestorbene Wurzeln, eben alles, was so anfällt.

Wo finden Regenwürmer ihre Nahrung?

Die meiste Nahrung müssen sich Regenwürmer an der Erdoberfläche suchen. Denn Blätter, Gräser und Stängel findet man nicht so einfach im Boden. Und weil Regenwürmer kein Licht und keine Wärme mögen kommen sie zur Nahrungssuche nachts an die Oberfläche. Trotzdem verlassen sie dabei ihren Gang nicht vollständig. Sie halten sich mit ihrem Schwanz im Gang fest und suchen so die Umgebung nach Fressbarem ab. Alles, was sie in der Nähe ihres Ausgangs finden, ziehen sie in den Boden. Pro Nacht sind das etwa zwanzig Blätter.

Reginald Regenwurm, der coolste Wurm von allen

Regenwürmer, wie Reginald ziehen jede Nacht viele Blätter in den Boden.

Und hier kommen Reginalds Freunde ins Spiel. Denn die helfen ihm, dass er die Blätter überhaupt fressen kann. Die Freunde über der Erde haben seine Blätter schon mal ein bisschen angenagt. Die Asseln zum Beispiel und einige Springschwänze. Außerdem haben sich schon ein paar Pilze und Bakterien über sie hergemacht. Bakterien und Pilze sind Mikroorganismen. Durch deren Arbeit sind die Blätter nicht mehr ganz so hart und störrisch. So können Regenwürmer sie besser in ihren Gang hineinziehen.

Im Regenwurmgang geht die Arbeit der Freunde weiter. Denn Regenwürmer kleben die Nahrung in ihrem Gang fest. Dort werden die Blätter erst einmal ordentlich eingeschleimt. Dann dürfen die Mikroorganismen weiterarbeiten. So lange, bis die Blätter so richtig schön matschig sind. Erst dann fressen Regenwürmer die Blätter. Denn Regenwürmer haben keine Zähne.

Wir fassen zusammen: Regenwürmer fressen Erde, matschige tote Pflanzenteile und die Mikroorganismen, die ihre Nahrung so schön matschig gemacht haben. Das alles durchmischt sich in ihrem Magen. Die Kacke von Regenwürmern ist dann nichts anderes als sehr fruchtbarer Boden. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Regenwurmkacke fruchtbarer ist als die gleiche Menge Kompost.

Es gibt ein französisches Sprichwort, das sagt:

Der Liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht und er hat sein Geheimnis den Regenwürmern anvertraut.

Pflanzen lieben Regenwurmkacke und was sie noch lieben, sind Regenwurmgänge. Denn durch die Gänge können sie ihre Wurzeln wachsen lassen. So kommen sie sehr leicht mit ihren Wurzeln in tiefe Schichten. Dort hin, wo das Wasser ist, das sie auch so dringend brauchen.

Regenwürmer fressen praktisch ununterbrochen. Und wenn sie nicht fressen, dann graben sie. Durch ihr Graben durchlüften und lockern sie den Boden. Und sie durchmischen ihn – von unten nach oben und von oben nach unten. Dadurch kann der Boden Wasser besser aufnehmen und Wasser, das zu viel ist, kann gut abfließen. Außerdem machen sie den Boden fruchtbar. Wie entsteht also fruchtbarer Boden?

Wie fruchtbarer Boden entsteht

Die Bodenlebewesen fressen und kacken und fressen und kacken und fressen und k… Jeder frisst, was er kann. Und das, was der eine nicht fressen kann, ist für den anderen gerade richtig. Pflanzen wachsen, sterben ab und werden gefressen, genauso wie Tiere. Wir nennen das Recycling. So geht im Boden nichts verloren. All das wandeln die Bodenlebewesen um in Humus. Und Humus ist das wovon die Pflanzen leben.

Und Reginald Regenwurm macht noch ein bisschen mehr. Er frisst und kackt und frisst und kackt und gräbt und wühlt und gräbt und wühlt …

Der berühmte Wissenschaftler Charles Darwin hat ein ganzes Buch über den Regenwurm geschrieben. Es heißt: Die Bildung der Ackererde durch die Thätigkeit der Würmer. Darin hat er geschrieben: „Man kann wohl bezweifeln, ob es noch viele andere Thiere gibt, welche eine so bedeutende Rolle in der Geschichte der Erde gespielt haben, wie diese niedrig organisierten Geschöpfe.“ Besser kann man es nicht sagen, finden wir und findet Reginald Regenwurm. Nur das von den „niedrig organisierten Geschöpfen“ darüber könnte man noch einmal reden – findet Reginald.

Was nicht stimmt

Es stimmt übrigens nicht, dass man Regenwürmer teilen kann und beide Teile weiterleben. Wenn Regenwürmer nicht an ihrer Verletzung sterben, dann lebt höchstens der vordere Teil weiter.

Es stimmt auch nicht, dass Regenwürmer bei Regen ertrinken. Wissenschaftler wissen nicht genau, warum Regenwürmer an die Oberfläche kommen, wenn es regnet. Sicher ist nur, es liegt nicht daran, dass sie ertrinken. Regenwürmer können unter Wasser atmen.

Wie du Reginald Regenwurm helfen kannst

Du kannst Reginald Regenwurm, seinen Freunden und damit auch den Pflanzen helfen. Mach es wie Teddy.

Reginald Regenwurm - der coolste Wurm von allen

Teddy sammelt Futter für die Bodenlebewesen.

Teddy hat Blätter und kleine Zweige gesammelt. Die verteilt er nachher in seinem Garten auf die Beete und unter die Büsche. So haben seine Bodenlebewesen immer etwas zu fressen.

Mehr über Reginald Regenwurm

Mehr über Reninald Regenwurm und seine Freunde findest du in Linas Buch. Dort kannst du Reginalds unterirdisches Reich besuchen. Außerdem kannst du die Asselbande, Frederike Springschwanz und ihre Familie und viele andere wichtige Bodenlebewesen kennenlernen.

Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel (*)


In einer Handvoll gutem Gartenboden, leben mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt, sagt Erwin. Lina kann es kaum glauben. Ob das wohl stimmt? Klar stimmt das und Erwin kann es beweisen. Er besucht für Lina die geheimnisvolle Welt des Bodens und spürt all die Lebewesen auf, die dort ihr Zuhause haben.

Kaum dort angekommen, weckt er die schnarchende Zwiebel aus ihrem Sommerschlaf und wird Zeuge eines unerhörten Vorfalls. Und auch sonst hält das unterirdische Reich des Reginald Regenwurm so manche Überraschung für Erwin und Lina bereit. Von Frau Tulipa, Frederike Springschwanz, der Asselbande und vielen anderen erfährt Lina, dass dort unten jedes noch so kleine Lebewesen ein wichtiges Teil einer großen Gemeinschaft ist.

Natürlich hat Lina auch wieder vieles selbst ausprobiert. Sie hat gepflanzt, gegossen und die fleißigen Bodentierchen bei der Arbeit beobachtet. Du kannst wie immer mitmachen.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783981875317

Hier findest du eine Leseprobe Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel.

Hier geht’s zu den Bodentierchen im Shop

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Was machen Bienen eigentlich im Winter? (*)

Buchcover des Buchs "Was machen Bienen eigentlich im Winter?". Es ist ein Buch aus der Reihe "Erwin, Lina und die Wunder der Welt".
Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin, das Büchermännchen, ist für sie vom Herbst in den Sommer geflogen, um herauszufinden, was Bienen im Winter machen. Dabei hat Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere getroffen. Gemeinsam mit ihnen konnte er für Lina so manches Bienengeheimnis lüften.

Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783000557255

Hier findest du eine Leseprobe von Was machen Bienen eigentlich im Winter?

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(*) Der Titel ist ein Amazon-Partnerlink

Linas Bücher

Linas Bücher gibt es als Hardcover im Shop. Schau doch mal vorbei.

Als Taschenbuch oder eBook sind die Bücher bei Amazon erhältlich (einfach auf die Titel klicken).
Selbstverständlich kann auch jeder Buchhändler die Hardcover-Bücher für euch bestellen. Die Miteinander-Bücher sind gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Wir sind wieder verlinkt: Der Natur-Donnerstag, Pünktchen und Viktoria, Freutag, Naturkinder, Berlinmittemom, Karminrot, Ein Fachwerkhaus im Grünen und Geborgen Wachsen.

8 Kommentare

  1. Great post! When I displace worms in the garden, I move them out of the way and cover them. I feel like I have invaded their home!!

  2. My husband is always rescuing Reginald rain worms from drying. Whenever he sees one in danger, he picks it and takes it to a shady corner and covers with soil :) Happy Advent Sunday.

  3. Eine bezaubernde Geschichte! Letzte Woche streikte mein Rechner, das Internet… inzwischen funktioniert es wieder besser.

    Einen schönen Post zum Wochenrückblick hast Du gepostet.

    Ein stimmungsvolles erstes Adventswochenende wünsche ich Dir und sende sternfunkelnde Grüßle, Heidrun

  4. Man kann hier viel lernen über das unterirdische Leben des Regenwurms.
    Weil sie nur nachts fressen, sieht man sie ja nicht und wenn ein Wurm 20 Blätter pro Nacht frisst, ui, das ist viel!
    LG Heidi

    • Deshalb ist er ja auch so wertvoll, der Regenwurm. Allerdings ist er nicht das ganze Jahr über gleich aktiv. Wenn es ihm zu warm oder zu kalt ist, zieht er sich in tiefe Bodenschichten zurück. Im Frühjahr und im Herbst ist er am aktivsten.
      LG, Silke

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