Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Zwei sehr große Pilze – Riesenbovist und Fliegenpilz

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Lina hat zwei ziemlich große Pilze entdeckt. Den einen kennst du bestimmt. Es war ein Fliegenpilz. Der andere war ein Riesenbovist. Kennst du Riesenboviste? Sie können über einen halben Meter groß und bis zu 25 Kilogramm schwer werden. Doch warum heißen Fliegenpilze eigentlich Fliegenpilze? Und weißt du, dass Fliegenpilze sich mit Birken und Fichten ganz besonders gut verstehen? Warum ist das so?

Der Riesenbovist

Unser Riesenbovist.

Den Riesenbovist hat Lina schon im Sommer entdeckt. Es war im August und sie ist mit dem Fahrrad an einem Sportplatz vorbeigefahren. Erst dachten Lina und Mama, der Pilz sei ein Ball, den jemand vergessen hat reinzuräumen. Doch als der Ball am nächsten Tag immer noch da war und auch noch größer geworden war, kam Mama auf die Idee, es könne ein Pilz sein. Also hat sie den Pilz fotografiert. Durch einen Zaun. Ein kleines Stück Zaun kannst du noch auf dem Foto unten an der Ecke sehen.

Wir haben den Riesenbovist durch einen Zaun fotografiert.

Außerdem siehst du auf dem Bild auch noch einen zweiten Riesenbovist. Der ist allerdings sehr viel kleiner als der andere.

Ein großer und ein kleiner Riesenbovist.

Riesenboviste kann man essen. Dafür werden sie oft in Scheiben geschnitten und wie Schnitzel paniert. Allerdings sollte man vorher die beiden Häute, die den Pilz umschließen, entfernen. Da Riesenboviste so groß werden, kann man sie auch sehr gut von anderen Pilzen unterscheiden.

Der Fliegenpilz

Fliegenpilze gehören zur Gattung der Wulstlinge. Ihr Hut kann bis zu achtzehn Zentimeter breit werden. Ungefähr so breit war unser Fliegenpilz auch. Schau, das ist der große Fliegenpilz, den wir gesehen haben.

Dieses ist unser Fliegenpilz.

Zugegeben, er sieht nicht mehr besonders schön aus, aber groß ist er schon. Schau:

Der Pilz ist fast so groß wie ein Fuß.

Wenn Fliegenpilze noch klein sind, sind sie ganz weiß. Erst wenn sie größer werden, platzt die weiße Haut auf und die rote Kappe kommt zum Vorschein. Die weißen Punkte auf der roten Kappe, stammen von dieser weißen Haut. Sie bleibt als Punkte auf der roten Kappe zurück. Allerdings lassen sich die Punkte abwaschen. Daran liegt es also, dass einem auch ab und zu Fliegenpilze ohne Punkte begegnen. Ein paar Punkte hatte unser Pilz allerdings noch.

Der Fliegenpilz im Vergleich zu einer Hand.

Und noch ein Größenvergleich.

Fliegenpilze solltest du allerdings nicht essen. Aber das weißt du wahrscheinlich. Denn Fliegenpilze sind giftig. Zwar wirkt der Verzehr von Fliegenpilzen nicht tödlich, aber er ruft Halluzinationen und Wahnvorstellungen hervor. Und vor allem für Menschen mit Herz- Kreislauferkrankungen kann sein Gift sehr gefährlich werden. Wegen dieser speziellen Giftwirkung wurden Fliegenpilze in manchen Kulturen auch als Rauschmittel verwendet.

Warum der Fliegenpilz als Glückssymbol gilt, ist nicht bekannt. Manche vermuten aber, dass es an seiner berauschenden Wirkung liegt.

Der Name Fliegenpilz könnte von der Giftwirkung herrühren. Denn früher verwendete man den Fliegenpilz als Fliegenfalle. Dazu legte man in Stücke geschnittenen Fliegenpilz in Milch ein. Das sollte die Fliegen anlocken, die dann, durch das Trinken der Milch, sterben. Irgendwo haben wir aber gelesen, dass die Fliegen durch dieses Gebräu nur betäubt werden. Wurden die Fliegen also nicht vor dem Erwachen aus dem Haus geworfen, gingen sie den Menschen nach kurzer Zeit wieder auf die Nerven.

Fliegenpilze wachsen vor allem unter Birken und Fichten. Das liegt daran, dass sie sich mit diesen Bäumen ganz besonders gut verstehen. Warum das so ist und wie lebenswichtig Pilze für unsere Wälder sind, erfährst du im Beitrag Fliegenpilz liebt Birke.

Kennt ihr Linas Bücher?

Was machen Bienen eigentlich im Winter?


Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin ist für sie in den Sommer geflogen und hat einige dieser pelzigen Tierchen ausfindig gemacht. Wolfram Wollbiene zum Beispiel. Aber auch Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und, und, und. Mit deren Hilfe konnte er für Lina so manches Bienengeheimnis lüften. Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783000557255

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Lina und der Albatros


Lina liebt Tiere, und sie liebt alles, was mit dem weiten Meer zu tun hat. Wellen, planschen, wenn das Wasser salzig schmeckt … Tiere, die ihre Vorliebe teilen, findet sie natürlich spannend. Fische zum Beispiel und neuerdings auch Albatrosse. Wusstest du, dass Albatrosse ihr ganzes Leben über den Ozean streifen, größer sind als Lina selbst und älter werden können als ihre Oma noch lange nicht ist?

Mit Erwins Hilfe lernt Lina die Albatrosküken Albi und Klara kennen. Albi ist Hauptvogel in ihrem Buch. Hauptvogel ist so etwas wie Hauptperson, nur für Vögel eben, sagt Erwin. Und Klara ist Albis Freundin. Mit Witz und Freude hilft Robert – Linas Tagespapa – Lina dabei, den ganzen Rest zu verstehen. Wie immer können alle Kinder mitmachen, selbst ausprobieren und genauso staunen wie Lina.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre.
ISBN: 9783981875300

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Die Bücher gibt es als Hardcover im Shop oder bei mir direkt (info@miteinander-buecher.de). Als Taschenbuch oder eBook sind sie bei Amazon erhältlich (einfach auf die Cover klicken).

Selbstverständlich kann auch jeder Buchhändler die Hardcover-Bücher für euch bestellen. Sie sind gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Wir sind wieder verlinkt: Der Natur-Donnerstag, Naturkinder, Froh und Kreativ, Pünktchen und Viktoria, Freutag, Berlinmittemom und Karminrot, Ein Fachwerkhaus im Grünen, Sonntagsglück, Miss Red Fox, Raumseele und Geborgen Wachsen.

6 Kommentare

  1. Liebe Silke,
    den Riesenbovist kannte ich schon, manchmal stehen die auch bei uns im Garten, allerdings werden sie nicht besonders groß, da die Nacktschnecken sie wegfressen.
    Fliegenpilze haben wir eine Mange und jetzt weiß ich auch warum, in unserem Garten stehen nämlich sechs große Birken.
    Dein Post ist wie immer sehr informativ und interessant. Danke dafür.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Lieber Wolfgang,
      wenn man nur die kleinen Riesenboviste sieht, fragt man sich, warum die überhaupt „Riesen“bovist heißen ;) Wenn bei euch die Birken auch noch sehr gut wachsen, könnte das am Fliegenpilz liegen :)
      Liebe Grüße
      Silke

  2. Einen großen Fliegenpilz hatten wir auch in unserem Garten, ein Riesenbovist wäre mir lieber gewesen:)
    LG Elke

  3. Vielen Dank für die tollen Pilzfotos,
    immer schön anzusehen die Pilze!
    Herzliche Grüße schickt
    Monika*

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