Wieso ist das so?

Natur erklärt für Klein und Groß

Das Schwarze C im Feldsalat

Das Schwarze C im Feldsalat

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Hattest du das auch schon mal? Du willst einen Salat waschen und plötzlich guckt dir eine große, dicke Raupe entgegen? So ähnlich war es bei uns letzte Woche. Ich hatte Feldsalat gekauft und wollte ihn in unserer Feldsalatdose verstauen. Und plötzlich hatte ich eine stattliche Raupe in der Hand. Doch was macht man mitten im Winter mit einer Raupe? Noch dazu, wenn es täglich zwischen Minus fünf und Minus fünfzehn Grad draußen ist und etwa frünfzig Zentimeter Schnee liegt? Und um welche Raupe handelt es sich überhaupt? Große Ratlosigkeit. Doch immerhin, etwas später wusste ich, es war die Raupe des Schwarzen C.

Die Raupe des Schwarzen C im Feldsalat

Eine Raupe des Schwarzen C im Feldsalat.

Weil ich erst einmal gar nichts wusste, habe ich die Raupe mit etwas Feldsalat in eine separate Dose verfrachtet. So war sie fürs erst sicher und ich konnte herausfinden, wen ich da vor mir hatte. Auf den ersten Blick sah sie allerdings nicht sonderlich zufrieden aus. Irgendwie unwillig hat sie sich immer wieder unter die Blätter verkrochen.

Wer bin ich? Insekten, Spinnen und andere Gliederfüßer

Wenn du mal eine Frage zu einem Krabbeltierchen hast, kann ich dir die Facebook-Gruppe Wer bin ich? Insekten, Spinnen und andere Gliederfüßer empfehlen. Da gibt es fast immer jemanden, der weiterhelfen kann. So auch bei meiner Raupe. Es dauerte nicht lange und schon kam die Antwort: Die Raupe des Schwarzen C hatte sich in meinem Feldsalat vergraben. Und eine Empfehlung wurde gleich mitgeliefert. Ich solle abwarten, bis es nicht mehr ganz so kalt ist und die Raupe dann nach draußen setzen. Am besten in die Nähe von krautigen Pflanzen, wie Löwenzahn zum Beispiel. Na, das mit dem Löwenzahn würde schwierig werden. Soviel war schon mal klar.

Das Schwarze C

Das Schwarze C wird auch Schwarze C-Erdeule oder C-Eule genannt. Sie ist ein Nachtfalter und gehört zu den Eulenfaltern. So sieht das Schwarze C aus, wenn es keine Raupe ist.

Die Raupe des Schwarzen C im Feldsalat

So sieht das Schwarze C aus. (Bild: Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1186278)

Das Schwarze C ist weit verbreitet und kommt in zwei Generationen im Jahr vor. Die erste Generation fliegt von April bis Juli und die zweite von Juli bis Oktober. Die Falter mögen fast alle Biotope, nur in Wäldern sind sie nicht anzutreffen. Sie fliegen gerne zum Licht. Vermutlich hat deshalb auch schon jeder von uns mal ein Schwarzes C in der Wohnung gehabt. Zudem ist das Schwarze C sehr wanderfreudig und wandert gerne auch schon mal über größere Strecken.

Die Raupe des Schwarzen C

Ich hatte also die Raupe eines Falters gefunden, der häufig und weit verbreitet ist. Die Art ist also nicht gefährdet. Darüber, dass es einer Art grundsätzlich gut geht, kann man sich ja dirket mal freuen. Häufig ist es andersherum. Dass es dem Schwarzen C so gut geht, liegt wahrscheinlich daran, dass es so variabel ist. Denn seine Raupe zum Beispiel frisst an sehr vielen unterschiedlichen Pflanzen. Sie mag Löwenzahn, Schafgarbe, Primeln, Brombeeren, Weidenröschen, Klee, Königskerzen, Flockenblumen … So hat es immer eine Art, auf die es ausweichen kann. Und wenn ihm die Umgebung überhaupt nicht zusagt, wandert er woanders hin.

Außerdem habe ich gelernt, dass das Schwarze C als Raupe überwintert. Deshalb also saß sie in meinem Salat.

Am nächsten Tag habe ich auch gesehen, dass es der Raupe keineswegs schlecht ging. Sie hatte munter am Feldsalat gefressen und auch einige Häufchen hinterlassen. Also war der Grund ihres Unwillens am Tag vorher nicht, dass sie Feldsalat eigentlich gar nicht mochte oder es ihr bei uns im Haus nicht gefiel. Vermutlich lag es daran, dass sie nachtaktiv ist. Sie wollte wohl einfach ihre Ruhe haben.

Die Raupe des Schwarzen C im Feldsalat

So sah die Raupe des Schwarzen C in voller Länge aus.

So sah die Raupe des Schwarzen C in voller Länge aus. Und dass sie einige Häufchen hinterlassen hat, kannst du glaube ich auch ganz gut erkennen.

Weil die Raupe so munter war, habe ich beschlossen, sie erst einmal in ihrer Dose in den Kühlschrank zu verfrachten. Ich wollte nämlich auf keinen Fall, dass sie denkt, es sei schon Frühling und plötzlich anfängt, sich bei uns im Haus zu verpuppen. Bei den tiefen Temperaturen im Kühlschrank fallen die Tiere normalerweise wieder in ihre Winterstarre und warten, bis es wärmer wird.

Bei meiner Raupe war das allerdings ein bisschen anders. Sie fand es offensichtlich im Kühlschrank nicht zu kalt und hat dort munter weitergefressen. Sie scheint also tiefere Temperaturen gewohnt zu sein.

Es wurde also Zeit, dass sie hinauskam. Und da es inzwischen bei uns auch keine Minus zehn Grad mehr sind und es langsam ein bisschen wärmer wird, muss sie inzwischen wieder alleine klar kommen. Ich habe ihr nach drei Tagen im Kühlschrank ein Loch in den Schnee gegraben und sie nach draußen gesetzt. Ich hoffe, sie merkt nun, dass es tatsächlich noch kalt ist und sie mit dem Erwachsen-werden lieber noch ein, zwei Monate warten sollte.

Die Raupe des Schwarzen C im Feldsalat

Ob sie nun merkt, dass der Winter noch nicht vorbei ist?

Die Experten aus der Insektengruppe hatten mir ja empfohlen, die Raupe in der Nähe von Löwenzahn auszusetzen. Doch bei unserem Schnee kann ich mit Löwenzahn wirklich noch nicht dienen. Da sie aber auch Brombeeren mag, war der Plan gefasst. Denn die wachsen bei uns im Garten. Und da ich die Brombeeren auch noch selbst gepflanzt habe, wusste ich auch bei dem Schnee ganz genau, wo sie zu finden sind. Also habe ich ein Loch in den Schnee gebuddelt und die Raupe unter ein Brombeerblatt gelegt. Das Loch habe ich dann wieder zugeschaufelt. Ein bisschen Feldsalat hat sie auch noch mit auf den Weg bekommen.

Von nun an muss sie wieder alleine klar kommen. Das ist aber für Raupen auch kein Problem. Die kommen ja auch sonst ganz gut ohne uns Menschen klar. Oft sogar besser als mit uns.

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Wir sind wieder verlinkt: Der Naturdonnerstag, Ein Fachwerkhaus im Grünen.

4 Kommentare

  1. Beautiful capture . Thanks for joining in Garden Affair.

  2. Beautiful capture of Garden critters,It would be my pleasure if you join my link up party related to Gardening, Nature and birds here at http://jaipurgardening.blogspot.com/2021/02/garden-affair-fungicide-on-plants.html

  3. Schön, dich wieder mit diesem tollen Beitrag
    beim „Natur-Donnerstag “ an zu treffen.
    ♥lichen Dank und liebe Grüße

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