Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Der Wächter des Waldes

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Siehst du den bunten Vogel unter der Eiche? Es ist Eleisa Eichelhäher. Eichelhäher gehören zu den Rabenvögeln und sind sehr intelligent. Sie können zum Beispiel sehr gut Geräusche und Vogelstimmen nachahmen. Selbst Vogelexperten gehen ihnen auf den Leim. Außerdem sind sie die Wächter des Waldes, fleißige Sammler und können sich unzählige Verstecke merken.

Der Wächter des Waldes
Eleisa Eichelhäher sucht nach Eicheln.

Bis zu zehn Eicheln kann Eleisa in ihrem Kehlsack transportieren. Und manchmal nimmt sie auch noch eine Eichel in ihrem Schnabel mit. Doch warum sammelt sie die Eicheln und frisst sie nicht gleich?

Was Teddy weiß – So leben Eichelhäher

Eichelhäher sind etwa dreißig bis fünfunddreißig Zentimeter groß. Sie leben in Wäldern, in großen Parks und auf ausgedehnten Friedhöfen. Du kannst sie bei uns das ganze Jahr über beobachten. Den Winter überstehen sie, indem sie sich Vorräte anlegen.

Eichelhäher sind fleißige Sammler

Eigentlich verstecken Eichelhäher das ganze Jahr über Nahrung, die sie übrig haben. Doch sobald die Baumfrüchte im Spätsommer reif werden, geht es richtig los. Dann sammeln sie fleißig Eicheln, Nüsse und Bucheckern. Die Früchte verstecken sie einzeln in Baumspalten, unter Laub oder im Boden. Es gibt verschiedene Untersuchungen, wie viele Eicheln ein Eichelhäher insgesamt pro Jahr sammelt. Dabei sind die Wissenschaftler auf drei- bis fünftausend Eicheln in einer Saison gekommen.

Wächter des Waldes
Ein Eichelhäher mit einer Eichel im Schnabel (Bild: Hans-Jörg Hellwig – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9414685).

Während der Hauptsammelzeit im Oktober sind Eichelhäher dafür oft mehr als zehn Stunden am Tag unterwegs. Und um genügend Eicheln zu finden, fliegen sie schon mal fünf Kilometer und mehr. Da ist es doch sehr praktisch, dass sie gleich mehrere Eicheln auf einmal in ihren Schlund bekommen und nicht für jede Eichel einzeln fliegen müssen.

Eichelhäher haben ein sehr gutes Gedächtnis

Wenn Eichelhäher aber dreitausend oder noch mehr Eicheln einzeln verstecken, heißt das auch, dass sie dreitausend Verstecke haben. Und wie finden sie die wieder? Eichelhäher können nicht nur Vogelstimmen nachahmen, sie haben auch ein sehr gutes Gedächtnis. Sie merken sich ihre Verstecke, wissen wie die Landschaft aussieht und finden so ihre Verstecke auch unter einer Schneedecke wieder.

Wächter des Waldes
Eichelhäher finden ihre Verstecke auch unter einer Schneedecke wieder (Bild: pegasus2 – Sony Alpha DSLR-A350, Brennweite 250 mm, Blende 9, 1/50 Sek. ISO-100, gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26614268).

Doch an alle Verstecke erinnern sich Eichelhäher dann doch nicht. Meistens verstecken sie auch zu viele Eicheln und brauchen gar nicht alle. Dort, wo Eicheln, Nüsse und Bucheckern im Boden bleiben, wachsen dann neue Bäume. Auf diese Weise helfen Eichelhäher auch dabei, den Wald aufzuforsten.

Im Frühjahr, wenn der Schnee taut und Eichelhäher ihre Jungen aufziehen, ändert sich ihr Speiseplan. Dann stehen Raupen, Engerlinge, Insekten, Mäuse, Eier und Nestlinge anderer Vögel auf ihrem Speiseplan. Außerdem fressen sie noch Beeren und Früchte. Man kann also sagen, Eichelhäher sind Allesfresser. Trotzdem, bei ihrer Nahrungsauswahl sind sie wählerisch.

Eichelhäher sind Feinschmecker

Eichelhäher sind Feinschmecker. Sie probieren erst mit der Zunge, ob ihnen die Nahrung schmeckt. Klebrige oder behaarte Insekten fressen sie nicht und von Nüssen entfernen sie meist zuerst die braune Haut, bevor sie sie fressen. Hier könnt ihr euch Fotos anschauen, wie ein Eichelhäher eine Nuss säuberlich schält, bevor er sie frisst: Brodowski-Fotografie.

Eichelhäher sind Wächter

Sobald sich jemand in ihrem Revier zeigt, der dort nicht hingehört, lassen Eichelhäher ihr typisches Rätschen hören. Da andere Tiere wissen, dass Eichelhäher so gut aufpassen, sind auch sie gewarnt und nehmen sich in Acht. Deshalb werden Eichelhäher auch als Wächter des Waldes bezeichnet.

Eleisa Eichelhäher

Eleisa Eichelhäher hast du ja schon kennengelernt. Hier macht sie eine Pause auf ihrer Eiche. Du kannst sie auch in unserem neuen Buch treffen, das in einigen Wochen erscheint. Darin erklärt sie Lauri Laubfrosch, wie eine Eiche aussieht, welche Früchte an ihr wachsen und wie ihre Blätter aussehen. Denn mit Eichen kennt Eleisa sich aus.

Der Wächter des Waldes
Eleisa Eichelhäher sitzt auf dem Ast einer Eiche.

Kennst du Linas Bücher?

Lina probiert, experimentiert und beobachtet eigentlich ständig irgendetwas. Vieles davon findest du in ihren Büchern. Kennst du sie?

Was machen Bienen eigentlich im Winter? (*)

Buchcover des Buchs "Was machen Bienen eigentlich im Winter?". Es ist ein Buch aus der Reihe "Erwin, Lina und die Wunder der Welt".

Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin, das Büchermännchen, ist für sie vom Herbst in den Sommer geflogen, um herauszufinden, was Bienen im Winter machen. Dabei hat er Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere getroffen. Gemeinsam haben sie so manches Bienengeheimnis gelüftet.

Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783000557255

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Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel (*)

In einer Handvoll gutem Gartenboden, leben mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt, sagt Erwin. Lina kann es kaum glauben. Ob das wohl stimmt? Klar stimmt das und Erwin kann es beweisen. Er besucht für Lina die geheimnisvolle Welt des Bodens und spürt all die Lebewesen auf, die dort ihr Zuhause haben.

Kaum dort angekommen, weckt er die schnarchende Zwiebel aus ihrem Sommerschlaf und wird Zeuge eines unerhörten Vorfalls. Und auch sonst hält das unterirdische Reich des Reginald Regenwurm so manche Überraschung für Erwin und Lina bereit. Von Frau Tulipa, Frederike Springschwanz, der Asselbande und vielen anderen erfährt Lina, dass dort unten jedes noch so kleine Lebewesen ein wichtiges Teil einer großen Gemeinschaft ist.

Natürlich hat Lina auch wieder vieles selbst ausprobiert. Sie hat gepflanzt, gegossen und die fleißigen Bodentierchen bei der Arbeit beobachtet. Du kannst wie immer mitmachen.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783981875317

Hier findest du eine Leseprobe Reginald Regenwurm und die schnarchende Zwiebel.
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(*) Der Titel ist ein Amazon-Partnerlink

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Linas Bücher gibt es als Hardcover im Shop. Schau doch mal vorbei.
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Selbstverständlich kann auch jeder Buchhändler die Hardcover-Bücher für euch bestellen. Die Miteinander-Bücher sind gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Wir sind wieder verlinkt: Der Natur-Donnerstag.

2 Kommentare

  1. Liebe Silke,
    das ist wieder ein sehr schöner Artikel, den ich gerne gelesen habe und wo ich wieder etwas gelernt habe.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Lieber Wolfgang, ich freue mich sehr, dass du wieder vorbeigeschaut hast. Lieben Dank dafür und euch noch ein frohes, gesundes neues Jahr.
      Einen lieben Gruß
      Silke

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