Wieso ist das so?

Natur erklärt für Kinder

Gut, dass Enten kalte Füße haben

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Letzte Woche konntest du bei uns lesen, dass Enten immer kalte Füße haben. Denn Enten haben ein Wärmeaustauschsystem in ihren Beinen. Nur so ist es möglich, dass sie nicht erfrieren, wenn sie in kaltem Wasser paddeln. Wie das Wärmetauschsystem funktioniert, kannst du im Beitrag Warum bekommen Enten keine kalten Füße? nachlesen. Doch kalte Füße haben für Enten noch einen zweiten Vorteil. Denn, hätten sie warme Füße, würden sie im Winter auf Eisflächen festkleben. Festkleben? Wieso das?

Enten frieren auf Eis nicht fest (Foto: https://pixabay.com).

Ganz einfach. Und genau genommen hat jeder von uns bestimmt schon einmal erlebt, dass eines unserer Körperteile an Eis festgeklebt ist. Meistens ist es die Zunge.

Wenn die Zunge kleben bleibt

Hast du schon einmal begeistert an einem erfrischenden Eis geleckt und hast die Zunge nicht mehr losbekommen? Das kann sehr schmerzhaft sein. Denn die meisten versuchen, die Zunge sofort vom Eis loszureißen. Dabei bleibt dann Haut am Eis kleben, die Zunge blutet und brennt. Das kann einem das ganze Eis vermiesen. Doch was passiert da eigentlich?

Deine Zunge ist warm, das Eis ist aber ziemlich kalt. Vor allem, wenn es direkt aus der Gefriertruhe kommt. Wenn du nun mit deiner Zunge das Eis berührst, taut deine warme Zunge die Oberfläche des Eises etwas an. Dadurch bildet sich eine dünne Wasserschicht zwischen dem Eis und deiner Zunge. Doch wenn das Eis kalt genug ist, kühlt es deine Zunge ziemlich schnell ab. So gefriert die Wasserschicht wieder und die Zunge friert am Eis fest.

Genau das Gleiche würde Enten auf einer kalten Eisfläche passieren, wenn Enten warme Füße hätten. Unter ihren warmen Füßen würde ein bisschen Eis auftauen. Es würde sich – wie bei deiner Zunge und dem Speiseeis – eine dünne Wasserschicht unter ihren Füßen bilden. Sobald ihre Füße dann kalt würden, frierten sie auf dem Eis fest. Siehst du, noch einmal gut, dass Enten kalte Füße haben!

Eine Kanadagans. Auch Gänse können über Eis laufen (Foto: https://pixabay.com).

Wie du die Zunge wieder losbekommst

Wenn Enten auf Eis festfrieren könnten, hätten sie keine Chance vom Eis wieder loszukommen. Denn ihr kleiner Körper wäre nicht in der Lage, das Eis unter ihren Füßen wieder aufzutauen. Mit dir und so einem kleinen Speiseeis ist das allerdings etwas anderes. Du hast verschiedene Möglichkeiten, deine Zunge ohne Verletzungen wieder loszubekommen. Du kannst zum Beispiel einfach ein bisschen warten. Da du das Eis wahrscheinlich nicht im Winter, draußen, bei Minustemperaturen isst, wird es nach kurzer Zeit ganz von selbst warm genug, und deine Zunge löst sich.

Du kannst aber auch warme Luft auf deine Zunge und das Eis hauchen. Dann löst sie sich auch ganz von selbst und etwas schneller. Oder du bringst etwas Spucke zwischen deine Zunge und das Eis. Deine Spucke ist warm und taut das Eis etwas auf.

Die Zunge am Laternenpfahl

Anders ist es, wenn deine Zunge an größeren Gegenständen festfriert. Es soll nämlich Menschen geben, die sich im Winter nicht beherrschen können und unbedingt, zum Beispiel an einem kalten Laternenpfahl oder Treppengeländer lecken wollen. Dann hängt die Zunge wirklich fest. Der Laternenpfahl ist so groß und liefert so viel Kälte nach, dass wir keine Chance haben, die Eisschicht zwischen der Zunge und dem Pfahl aufzutauen. Das solltest du also niemals ausprobieren.

Falls es doch einmal jemandem passieren sollte, kann man versuchen, mit vereinten Kräften zu hauchen. Allerdings müssen die Helfer aufpassen, nicht ebenfalls festzukleben. Bei sehr starker Kälte wird das möglicherweise nichts nützen. Vielleicht ist aber ein warmes Getränk in der Nähe. Das könnte dir jemand langsam über Zunge und Pfahl laufen lassen. Das Getränk darf aber auf keinen Fall heiß sein. Wenn ein Fön und eine Steckdose in der Nähe ist, kann man auch fönen.

Zwei Entenfuß-Ausmalbilder findest du im nächsten Beitrag: Bekommen Enten kalte Füße? – Ausmalbild.

Linas Bücher

Was machen Bienen eigentlich im Winter?


Wisst ihr, dass bei uns zwar hunderte Bienenarten heimisch sind, aber nur eine einzige Honigbiene lebt? Lina schon, denn sie hat ein Bienenabenteuer erlebt. Erwin, das Büchermännchen, ist für sie vom Herbst in den Sommer geflogen, um herauszufinden, was Bienen im Winter machen. Dabei hat er einige dieser pelzigen Tierchen getroffen. Wolfram Wollbiene, Sandra Sandbiene, Honilda Honigbiene und noch einige andere haben ihm geholfen, für Lina so manches Bienengeheimnis zu lüften. Außerdem hat Lina den Bienentanz geübt und Nisthilfen für ihre neuen Freunde gebaut. Du kannst wie immer mitmachen. Und falls du Bienisch lernen willst, Lina zeigt dir, wie es geht.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
ISBN: 9783000557255

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Lina und der Albatros


Lina liebt Tiere, und sie liebt alles, was mit dem weiten Meer zu tun hat. Wellen, planschen, wenn das Wasser salzig schmeckt … Tiere, die ihre Vorliebe teilen, findet sie natürlich spannend. Fische zum Beispiel und neuerdings auch Albatrosse. Wusstest du, dass Albatrosse ihr ganzes Leben über den Ozean streifen, größer sind als Lina selbst und älter werden können als ihre Oma noch lange nicht ist?

Mit Erwins Hilfe lernt Lina die Albatrosküken Albi und Klara kennen. Albi ist Hauptvogel in ihrem Buch. Hauptvogel ist so etwas wie Hauptperson, nur für Vögel eben, sagt Erwin. Und Klara ist Albis Freundin. Mit Witz und Freude hilft Robert – Linas Tagespapa – Lina dabei, den ganzen Rest zu verstehen. Wie immer können alle Kinder mitmachen, selbst ausprobieren und genauso staunen wie Lina.

Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre.
ISBN: 9783981875300

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Die Bücher gibt es als Hardcover im Shop oder bei mir direkt (info@miteinander-buecher.de). Als Taschenbuch oder eBook sind sie bei Amazon erhältlich (einfach auf die Cover klicken).

Selbstverständlich kann auch jeder Buchhändler die Hardcover-Bücher für euch bestellen. Sie sind gelistet im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB).

Und das sagen andere über Linas Albatros-Abenteuer

Dresdner Neueste Nachrichten, Oiger.de, Suhanis Bücher

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Geborgen wachsen

16 Kommentare

  1. Immer wieder schön, deine Posts zu lesen.
    Wer kommt bloß auf die Idee, einen Laternenpfahl anzuschlecken, und das im Winter?
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Es scheint tatsächlich auf viele einen besonderen Reiz auszuüben, im Winter an Metallteilen zu lecken. So eine schöne bereifte Fläche sieht vielleicht wie ein riesiges Eis am Stiel aus ;)
      Liebe Grüße
      Silke

  2. Liebe Silke,
    wieder ein wunderbarer Post. Es macht mir jedes Mal viel Spaß bei Dir vorbeizuschauen und informative Berichte zu lesen. Danke.
    Liebe Grüße
    Loretta

    • Liebe Loretta, ganz lieben Dank für dein großes Lob. Es macht mich froh und glücklich :)
      Ich wünsche dir eine wunderbare Woche – meine hat shon mal sehr schön begonnen.
      Herzliche Grüße
      Silke

  3. Zungen ankleben – funktioniert derzeit in Wien gar nicht ;-))) Aber, ich habe es als Kind mal erlebt, dass ein Junge aus der Klasse am Eiszapfen lecken wollte…Es ist gut ausgegangen, die Lehrerin wußte Bescheid. Das hat sich mir doch bis heute (7.Jahrzehnt) eingeprägt… Schönes Wochenende, LG Petra

    • Bei uns auch nicht. Da sieht man, das milde Wetter hat auch Vorteile ;) Ich kann mir vorstellen, dass man sich so etwas einprägt. Spätestens das hat dich dann als Kind wahrscheinlich davon abgehalten, es selbst mal auszuprobieren …
      Einen lieben Gruß
      Silke

  4. Diese Warnungen kenne ich auch noch, aber ich glaube nicht, dass ich je auf die Idee gekommen wäre, mit der Zunge einen Laternenpfahl abzulutschen. Aber – naja – Kinder! – da weiß man nie. Vielleicht ja doch ;-)
    Dein Beitrag ist wieder sehr schön und lehrreich.
    Liebe Grüße
    Elke vom Mainzauber-Blog

    • Liebe Elke, es gibt anscheinend nicht nur Kinder, die das machen. Aber ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich mal an einem Laternenpfahl lecken wollte ;)
      Einen schönen Sonntag, LG Silke

  5. Ich kann mich dunkel erinnern, von meiner Mutter oder Oma auch Warnungen gehört zu haben, nicht mit der Zunge an einen eisigen Laternenpfahl oder Ähnliches zu gehen. Wenn ich die Enten so sehe, friere ich schon. Wünsche noch ein schönes Wochenende.
    LG Elke

  6. Oh, ich höre die Warnungen meiner Eltern, als ich vor bald 60 Jahren morgens auf den winterlichen Schulweg ging, da kam ich über eine Brücke und habe immer das frostige Geländer bewundert… Zum Glück habe ich mich nie getraut, wirklich die Zunge dranzuhalten, sondern habe lieber Schneebälle gefuttert ;-). Lieben Gruß Ghislana

    • Da sieht man, so manche Elternwarnung fruchtet doch. Und sei die Versuchung noch so groß. Man kann auch mit den Händen kleben bleiben und manchmal merkt man, dass die Handschuhe an Metall kleben. Doch von solchen Temperaturen sind wir im Moment noch weit entfernt. Und bei der Zunge ist es ganz besonders schlimm, weil sie so feucht und rauh ist.
      Dir einen lieben Gruß
      Silke

  7. Ich neige ja auch manchmal dazu, die Enten zu bemitleiden, wenn sie auf dem Eis stehen…kaum zu glauben, dass man das so lange aushalten kann. Prima und mit Witz erklärt. Dann viel Freude, wenn du im Sommer in meine Gegend kommst. Ich vermisse ja Dresden…;-)
    LG Sigrun

    • Ja, nicht? Mir geht es auch so. Brrr, denkt man, das muss doch kalt sein ;) Ich komme bestimmt schon früher in deine Gegend. Aber eine Radtour zu deinem schönen See hebe ich mir lieber für den Sommer auf. Dann tun mir die Enten uns Schwäne auch nicht so leid ;)
      Herzliche Grüße
      Silke

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